24/03/2020

Im Spotlight: Sieben Fragen an Gründer Vinzenz Bichler

In der Rubrik „Sieben Fragen an“ stellen wir unsere kreativen Köpfe aus dem Hause Betterguards vor.
Den Anfang macht dabei Gründer Vinzenz Bichler.

Vinzenz Bichler ist der CEO der Betterguards Technology GmbH und selbst leidenschaftlicher Sportler. Besonders das Snowboarden und der Fußball haben es ihm angetan. Vinzenz kommt ursprünglich aus Miesbach und hat vor seinem Medizintechnikstudium in Berlin bereits erfolgreich an der FH Rosenheim studiert. Als aktiver Sportler blieb auch er nicht von Gelenkverletzungen verschont. Auf der Suche nach einem intelligenten System, das nicht nur effektiv schützt, sondern auch komfortabel ist, formte er zusammen mit den Mitgründern Timo Stumper und Max Müseler die Idee vom Sicherheitsgurt für Gelenke – die Betterguards Technologie.

Wie genau kamst du auf die Idee eines Sicherheitsgurts für Gelenke? Bekanntermaßen ist die Grundidee von Betterguards an der TU Berlin entstanden. War es eine Studienarbeit, die dich interessierte?

Ich hatte einfach zu viele eigene Sport-Verletzungen und war zu frustriert, dass es keinen vernünftigen Schutz der Gelenke gab. Daher habe ich mich entschieden nach meinem Studium der Kunststofftechnik in Bayern, zusätzlich in Berlin Medizintechnik zu studieren, damit ich die Biomechanik besser verstehe und ein intelligentes System entwickeln kann. Dort hatte ich das große Glück, dass Prof. Kraft (Fachgebiet Medizintechnik), meiner Idee sehr positiv gegenüberstand.

Folgerichtig kam es ja irgendwann zu einem Prototyp. Sicherlich warst du einer der ersten der diesen testete. Hattest du nie Angst, dass deine Berechnungen nicht stimmen und du umknickst und einen schmerzhaften Bänderriss erleidest?

Hehe, das wäre ja nicht der erste Bänderriss gewesen. Aber Angst hatte ich nie. Es war viel mehr die Mischung aus der Leidenschaft zum Sport und der tiefen Neugier zu den Naturwissenschaften die mich angetrieben haben. Ich wollte einfach wissen, ob so ein „Sicherheitsgurt für das Gelenk“ wirklich funktionieren kann. Umso mehr freut es mich dass wir nun schon zahlreiche Verletzungen verhindern konnten. Was mich immer angetrieben hat war die Vision einen Sportsocken für den Fußball-Weltmeister zu entwickeln. Vom Socken sind wir gar nicht weit entfernt. Vom Weltmeister leider noch etwas ;)

Wie kamt ihr auf den Namen Betterguards? Lange getüftelt oder Gedankenblitz im Alltag gehabt?

Ich war in den Semesterferien auf Reisen in Marokko. Dort habe ich einen großartigen Gründer kennengelernt, welcher die Welt verbessern wollte und es heute noch tut. In unserem Gespräch ist so oft das Wort „better“ gefallen und da kam mit der Gedanke. Die „Guards“ hatte ich schon länger im Kopf, weil unsere Systeme ja wie kleine Wächter funktionieren, die auf das Gelenk, bzw. die Bänder aufpassen sollen.

Was zeichnet Betterguards im Gegensatz zu herkömmlichen Orthesen und Bandagen aus?

Betterguards ist der Pionier im Bereich der intelligenten Schutzwirkung. Unsere weltweit einzigartige Lösung besteht insbesondere in der sehr hohen Bewegungsfreiheit die wir im Vergleich zu herkömmlichen, stets steifen und klobigen Orthesen/Schienen bieten. Gleichzeitig generiert unser Fluid-System innerhalb weniger Millisekunden eine entscheidend hohe Gegenkraft, welche das zu schützende Band/Gelenk sofort sichert. Diesen „Betterguards Effekt“ wird es bald auch in Schuhen geben und den Menschen ihre Dynamik und Performance weiterhin bieten, samt eines nun erhältlichen smarten Schutzes, der nur auftritt, wenn man ihn wirklich braucht.

Gibt es noch weitere Ansatzpunkte für Gelenke. Du sprichst immer zu von Gelenken in der Mehrzahl. Gibt es noch Projekte für andere Gelenke im menschlichen Körper?

Unsere Mission ist es Gelenkverletzungen in Vergessenheit geraten zu lassen. Das impliziert ja, dass wir nicht nur Lösungen für das Sprunggelenk haben. Hierauf liegt auch aktuell der Fokus: Sprunggelenk-Bandagen/Orthesen und Schuhe für den Arbeitsschutz, Sport und Trekking, etc. . Aber ja, wir haben eine spannende Lösung für das Knie, aber auch für das Handgelenk, welche wir nachgelagert auf den Markt bringen werden. Inzwischen kommen Hersteller und Partner auf uns zu und fragen nach Lösungen für den Nacken oder Schulter. Dank unseres genialen Teams und unserer smarten Technologie können wir völlig neue Wege in Bereich des Gelenkschutzes gehen.

Wie ist die Unternehmenskultur? Was schätzt Du am meisten, wenn du morgens das Büro betrittst und was zeichnet deine Mitarbeiter aus?

Persönlich bin meinem Team so dankbar, dass sie meine Vision teilen und richtig Gas geben. Auch unser Team am Produktionsstandort in Hennigsdorf, BRB leistet eine so gute und wichtige Arbeit damit wir unsere Kunden mit den Betterguards Systemen versorgen können. Ich denke etwas zurückgeben ist ein Teil unserer Kultur, auch wollen wir den Menschen helfen, sie zum Sport bewegen ohne Angst vor Verletzungen. Unser Team besteht aus vielen leidenschaftlichen Sportlern, welche auch aus dem Eigenbedarf heraus intelligente Produkte entwickeln und selbst nutzen wollen. Dieser Antrieb der Neugier nach smarten Produkten, welches unser Team teilt, erfüllt mich mit am meisten.

Welches Unternehmen oder welche Persönlichkeit würdest Du persönlich als Vorbild bezeichnen?

Ich denke es gibt viele großartige Menschen die man sich zum Vorbild nehmen darf. Besonders die Unternehmer, die aus einer eigenen Idee „Besonderes“ Geschaffen haben und sich nun weitreichend für die Gesellschaft einsetzen, fördern und unterstützen, inspirieren mich . Treffen würde ich mich gerne mal mit Gary Hammerslag, den Gründer des BOA Closure Systems, welcher aus seiner Idee ein geniales B2B Produkt samt Ingredient Brand aufgebaut hat. Ich denke von ihm könnte ich noch unendlich viel lernen.

Über das Unternehmen Betterguards:

Die Betterguards Technology GmbH ist Technologiezulieferer und Entwicklungspartner für Partnerunternehmen aus verschiedenen Bereichen und verfolgt einen innovativen Ansatz zur Prävention von Gelenkverletzungen. Dabei besitzt das Unternehmen zwei Standorte: Die Forschung und Entwicklung sowie das Management am Standort in Berlin und die Produktion samt Testverfahren am Brandenburger Standort in Hennigsdorf. 

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